Klimaregion Fünfseenland
Unter dem Dach der AWA-Ammersee haben sich die Gemeinden Andechs, Herrsching, Inning, Pähl, Seefeld, Wielenbach, Wörthsee und Weßling zusammengetan, um sich zukünftig mit vereinten Kräften aktiv für den Klimaschutz, den Ausbau Erneuerbarer Energien und die Reduktion des CO2-Ausstoßes im Landkreis einzusetzen. Auf diesen Seiten möchten wir über das Konzept, dessen Ablauf und über aktuellen Meldungen informieren.
Integriertes Klimaschutzkonzept Region Ammersee-Ost, Pilsensee und Wörthsee
Weichen in Richtung Klimaschutz gestellt - Förderantrag Kommunales Klimaschutzkonzept
Noch rechtzeitig vor Weihnachten konnte der gemeinsame Förderantrag für ein kommunales Klimaschutzkonzept beim Bundesumweltministerium eingereicht werden. Damit sollen die Weichen für ein verstärktes Engagement in Sachen Klimaschutz, Ausbau Erneuerbarer Energien und Reduktion des CO2-Ausstoßes im Zuständigkeitsbereich der AWA-Ammersee - für die Gemeinden Andechs, Herrsching, Inning, Pähl, Seefeld, Wielenbach und Wörthsee - gestellt werden. Die Gemeinde Weßling hat sich der Initiative angeschlossen. Der Förderantrag wurde auf Anregung der AWA-Ammersee hin, mit tatkräftiger Unterstützung der beiden Fachbüros IDENITÄT & IMAGE Coaching AG, Büro Weßling und der Green City Energy GmbH, München erstellt.
Gegenstand des Förderantrags
Grundsätzlich sieht die Förderlinie des Bundesumweltministeriums zwei Phasen und somit auch Fördertatbestände vor:
die Erstellung eines umfassenden Klimaschutzkonzepts und dessen Umsetzung. Die Förderhöhe liegt jeweils bei 80% der förderfähigen Aufwendungen die sich in der ersten Phase auf den Zukauf externer Leistungen beziehen. Der jetzt eingereichte Förderantrag zielt auf die erste Phase und hat die Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzepts für kommunalen Klimaschutz („Masterplan“) zum Gegenstand.
Dabei wird ein partizipativer Ansatz verfolgt und die Experten und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus oben genannten Gemeinden werden in die Konzepterstellung einbezogen. Über eine intensive Öffentlichkeitsarbeit sollen auch Bürger, Entscheidungsträger und Investoren angesprochen und motiviert werden, in ihrem Bereich Maßnahmen zur CO2-Reduktion, zum Ressourcenschutz und zum Einsatz Erneuerbarer Energien umzusetzen.
Das integrierte Klimaschutzkonzept umfasst
- die Erstellung eines Energieatlas für das Verbandsgebiet und die Gemeinde Weßling im Sinne einer Grobanalyse des Ist-Energieverbrauchs und des zukünftigen Energiebedarfs
- die Entwicklung eines Energie- und CO2-Verminderungskonzepts als konkrete Handlungsstrategien für die Energieunabhängigkeit
- eine Energiepotentialanalyse, die die regionalen Ausbaupotentiale für Erneuerbare Energien ermittelt.
Diese Bausteine werden in einem moderierten Verfahren erarbeitet:
- in einer zentralen öffentlichen Auftaktveranstaltung wird der Prozess gestartet und die Bevölkerung und Beteiligten zur Mitarbeit motiviert
- im Rahmen von zwei Klimaschutzkonferenzen werden die Vorschläge für Ziele, Strategien und Maßnahmen als Bausteine des integrierten Handlungskonzepts erarbeitet
- in jeder Gemeinde werden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen die Konzeptvorschläge vorgestellt und Ideen für die Realisierung erarbeitet
- über eine projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit (Pressemittelungen, Aufbaus einer Internetplattform) wird die Bevölkerung laufend informiert und motiviert, einen eigenen Beitrag zu leisten.
Die Ergebnisse werden abschließend im Verwaltungsrat der AWA-Ammersee vorgestellt und als Handlungsmaßgabe beschlossen.
Die nicht förderfähigen Kosten werden zur Hälfte von den Gemeinden und von den AWA-Ammersee getragen, deren Hauptaufgabe im Bereich des Gewässerschutzes vom Klimawandel sehr stark betroffen sein kann. Zudem haben die Gemeinderatsgremien der AWA-Ammersee-Trägergemeinden im Jahre 2007 eine Aufgabenerweiterung um „Erneuerbare Energien“ beschlossen.
Mit der Erstellung des Konzeptes kann ein ganz wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, vor allem mit entscheidenden Impulsen zur Realisierung von ökologischen Projekten.



