Wasserverbrauch steigt an Spitzentagen auf das Eineinhalb- bis Zweifache
Herrsching, 27.07.2026 – Die anhaltende Trockenheit und die wiederkehrenden Hitzeperioden machen sich auch im Versorgungsgebiet der AWA-Ammersee bemerkbar. Die Grundwasserstände liegen derzeit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
An besonders heißen Tagen steigt der Wasserverbrauch deutlich an. Gegenüber einem durchschnittlichen Tag wird dann etwa die eineinhalbfache bis teilweise doppelte Wassermenge benötigt. Vor allem die gleichzeitige Entnahme großer Mengen in den Abendstunden führt zu Belastungsspitzen bei Brunnen, Hochbehältern und im Leitungsnetz.
„Unsere Wasserversorgung ist noch stabil. Es besteht aktuell kein Anlass zur Sorge“, erklärt Vorstand Maximilian Bleimaier. „Dennoch ist Trinkwasser eine wertvolle Ressource, mit der wir gerade in längeren Trockenperioden bewusst und maßvoll umgehen sollten.“
Einschränkungen bei der üblichen Nutzung im Haushalt sind nicht erforderlich. Trinkwasser steht zum Trinken, Kochen, für die Körperpflege und für alle notwendigen Anwendungen weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung. Die Bürgerinnen und Bürger werden jedoch gebeten, unnötigen oder übermäßigen Verbrauch zu vermeiden.
Bei der Bewässerung von Rasenflächen sollte Wasser möglichst effizient eingesetzt werden. Dabei ist aufgefangenem Regenwasser aus Regentonnen oder Zisternen grundsätzlich der Vorzug vor Trinkwasser zu geben. Bewässert werden sollte zudem bevorzugt in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, damit nicht ein großer Teil des Wassers durch Sonneneinstrahlung verdunstet, sondern tatsächlich bei den Pflanzen ankommt. Für die Fahrzeugreinigung empfiehlt sich die Nutzung einer professionellen Waschanlage. Dort wird das eingesetzte Wasser aufbereitet, mehrfach verwendet und anschließend fachgerecht behandelt.
„Es geht nicht darum, notwendige Wassernutzungen einzuschränken“, betont Bleimaier. „Ein verantwortungsvoller Umgang und etwas Rücksicht bei großen Entnahmemengen helfen bereits, Verbrauchsspitzen zu reduzieren und unsere regionalen Wasservorkommen langfristig zu schützen.“
Die AWA-Ammersee beobachtet die Entwicklung der Grundwasserstände, Fördermengen und täglichen Verbräuche fortlaufend. Sollte sich die Situation wesentlich verändern, werden die Mitgliedsgemeinden und die Bevölkerung frühzeitig informiert.
