Das „Wasserhaus“ der AWA-Ammersee

Umweltbewusste Sanierung mit interessanter Fassadengestaltung für das Verwaltungs- und Betriebsgebäude der AWA-Ammersee in Herrsching.

Im Herzen von Herrsching steht das „Wasserhaus“. Große Wassertropfen an der Fassade verraten, dass sich hier alles um das Thema „Wasser“ dreht.

Vor wenigen Jahren konnte das gemeinsame Kommunalunternehmen AWA-Ammersee (damals noch der Abwasserzweckverband Ammersee-Ost) vom Stromkonzern e.on das ehemalige Betriebsgebäude der Isar-Amperwerke am Mitterweg erwerben. Seit dem Kauf durch die AWA-Ammersee hat sich dort einiges geändert. Beispielsweise die Schaffung von freundlichen und vor allem barrierefreien Eingängen oder die Verwendung von natürlichen Rohstoffen für die Innensanierung. Dabei konnten auch die Baukosten durch sehr viel Eigeninitiative und Eigenleistungen seitens der AWA-Mitarbeiter enorm gesenkt werden.

Besonders stolz ist man auf die ökologischen Maßnahmen. Neben der Installation einer Regenwassernutzungsanlage wurde vor allem das gesamte Gebäude wärmegedämmt. So können annähernd 80% der Heizkosten eingespart werden. Darüber hinaus wurden zwei leistungsfähige Photovoltaikanlagen zur umweltbewussten Nutzung der Sonnenenergie installiert. An Sonnentagen wird mehr Strom produziert als das Gebäude verbraucht - eine vorbildliche Energiebilanz. Zur Warmwasseraufbereitung ist noch die Anschaffung einer Solaranlage für das eigene Bauhofgebäude geplant. Sehr wichtig ist den AWA-Ammersee, mit gutem Beispiel voranzugehen, so Hermann Doblinger, Vorstand der AWA-Ammersee:

„Wir wollen den Bürgern zeigen, welches ökologische und ökonomische Potential in einer Altbausanierung steckt und dabei selbst einen Beitrag zur Energiewende leisten“

Überzeugt haben die AWA-Ammersee mit ihrer ökologischen Handlungsweise auch die sieben Gemeinderatsgremien der Mitgliedsgemeinden (Andechs, Herrsching, Inning, Pähl, Seefeld, Wörthsee und Wielenbach). So wurde die Unternehmenssatzung der AWA-Ammersee um die Aufgabenstellung „Erneuerbarer Energien“ erweitert. Damit haben die Mitgliedsgemeinden zukünftig die Möglichkeit, bei Vorhaben in diesem Bereich die AWA-Ammersee mit einzubeziehen.